MUNGA Interessengemeinschaft

Sie interessieren sich für einen DKW MUNGA Geländewagen?

Dieses Fahrzeug wurde von der Auto Union GmbH von Oktober 1956 bis Dezember 1968 in Ingolstadt in Serie gebaut. Hauptabnehmer waren die Deutsche Bundeswehr, die Katastrophenschutzverbände, Bundesgrenzschutz und Bereitschaftspolizei. Eine Vielzahl der Fahrzeuge wurde ins Ausland importiert, die Holländische Armee erhielt allein über 2100 Fahrzeuge vom Typ 4. Bescheiden war die Anzahl der privat erworbenen Fahrzeuge. Durch Zeitablauf ist mittlerweile kein Fahrzeug mehr aus Bundesbeständen erhältlich. Die Masse der Fahrzeuge wurden in den 70er und 80er Jahren von der Bundeswehr und den Katastrophenschutzverbänden ausgesondert. Insoweit können jetzt nur noch Fahrzeuge aus Privatbesitz erworben werden. Diese werden angeboten:

in regionalen Zeitungen,

in Anzeigenblättern,

in Autozeitschriften,

in Oldtimerzeitschriften,

im Internet,

in unseren Clubinformationen

oder durch Mundpropaganda.

Gerade durch Internet ist in den letzen Jahren eine Vielzahl von Fahrzeugen auf dem gesamten deutschen bzw. europäischen Markt angeboten worden. Fahrzeuge, die schon längst als dauerhaft aus dem Verkehr gezogen galten, finden sich nunmehr häufig wieder in Scheunen oder als sogenannter Garagenfund. Diese Fahrzeuge befinden sich verständlicherweise in einem unterschiedlichen Qualitätszustand. Teilweise ist eine Erhaltung oder ein Wiederaufbau nicht unbedingt empfehleneswert.

Schauen Sie sich einfach mal die entsprechenden Angebote an; diese finden Sie bei mobile.de; autoscout 24 oder auch bei Ebay.

Die Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge in Deutschland beträgt derzeit rund 1200. Eine große Anzahl von Fahrzeugen wird im Großraum Rhein- / Ruhrgebiet bewegt. Die geringste Anzahl von Fahrzeugen befindet sich verständlicherweise in den neuen Bundesländern und im Großraum Berlin. Zunächst müssen Sie sich für einen Typ entscheiden. MUNGA 4, 6 oder 8-Sitzer stehen zur Diskussion, die sich nur durch den Karosserieaufbau unterscheiden. Der Typ 4 wurde seinerzeit am häufigsten produziert, der 6-Sitzer ist äußerst selten; der 8 Sitzer trägt die Typenbezeichnung F 91/6 oder F 91/8. Original oder Umbau, das ist sicherlich die nächste Frage beim Thema Motor. In den 70er und 80er Jahren wurden viele Fahrzeuge mit Fremdmaschine ausgerüstet. Die Motorpalette reicht von Opel bis Ford, von Renault bis VW. Wenn der Umbau sach- und fachgerecht ausgeübt wurde, spricht nichts gegen eine Motorverpflanzung. Die Originalität ist allerdings vorbei. Als kulturhistorisches Fahrzeuggut kann man derartige Umbauten nicht mehr bezeichnen. Eine Oldtimerzulassung wird in der Regel verständlicherweise verwehrt.Häufig ist es auch schwierig nachzuweisen, wann welcher Motorumbau erfolgte. Dies kann aber unter Umständen entscheidend für die Zulassung sein.

Eine geringe Anzahl von Fahrzeugen wurde mit manschettenlosen Gelenkwellen oder einer Ölautomatik oder einer 12 Volt Anlage ausgerüstet. Diese Fahrzeuge sind nur bedingt empfehlenswert, da kaum noch Ersatzteile für diese besonderen Ausführungen zur Verfügung stehen. Gängig ist mithin die Ausführung mit Manschetten-Gelenkwellen und 24 Volt Spannung, wie sie rund 3 Jahrzehnte von der Bundeswehr und den Katastrophenschutzverbänden ( Feuerwehr, Sanitätshilfsdienste, Technisches Hilfswerk) genutzt wurden.

Nach wie vor ist die Ersatzteilsituation gut; die Ersatzteilpreise sind im Vergleich zu vielen anderen Oldtimern relativ günstig. Es gibt allerdings nur ein paar wenige Einkaufsquellen für Original-Teile. Nicht mehr vorhanden oder nur zu sehr hohen Konditionen beschaffbar sind Karosseriebleche, neue Verdecke oder komplette Aggregate wie Motoren, Getriebe, Differentiale. Relativ teuer ist die Auspuffanlage für diesen Fahrzeugtyp. Komplett mit allen Anbauteilen müssen etwa 800 Euro und mehr angelegt werden. Wie bei jedem anderen Autokauf auch, muss man ein geschultes Auge haben und sollte sich nicht von „überpinselten" Rostlauben blenden lassen. Eine Sichtprüfung reicht nicht aus. Machen Sie eine ausführliche Probefahrt. Je mehr Fahrzeuge man besichtigt hat, desto eher erhält man einen Überblick und erkennt die Marktlage. Fahrzeuge, die häufig den Besitzer gewechselt haben, sind im Regelfall nicht zu empfehlen. Jeder bastelt und schraubt nach seinen Möglichkeiten, so dass diese Fahrzeuge häufig völlig verbastelt sind und man bei Fehlern und Problemen nicht mehr froh wird.

Anhand der Fahrgestellnummer können weitere Fakten über das Fahrzeug ermnittelt werden. Beachten Sie bitte unsere Seite " Car history"

Folgende Hinweise sollten Sie beachten:

Papiere in Ordnung und vollständig? Existiert noch ein (gültiger) Kfz-Brief ? Falls nein, dann wird es aufwendiger und teurer!

Letzter TÜV Bericht ohne Mängel? Fahrzeug vollständig? Zubehör? Falls ja welches? Funktioniert die Elektrik? Reifen – wie alt? Welches Profil? Gelände, M & S, Straßenreifen? Batterien – wie alt? Denken Sie daran, 2 Batterien kosten das Doppelte! Bremsen + Lenkung o.k? Motor ohne Geräusche? Leistung in allen Drehzahlen vorhanden? Getriebe ohne Mängel? Schalten Sie auch das Vorgelege!-Getriebereparaturen sind aufwendig und teuer!! Halbachsen ohne Spiel? Aufbau, Kühlergrill, Windschutzscheibenrahmen ohne Durchrostungen? Hinterer Querträger des Rahmens nicht an- oder durchgerostet? Windschutzscheibe in Ordnung? Auspuffanlage dicht und vollständig ( 3 Töpfe) vorhanden? Ölundichtigkeiten? Zustand der Planenteile? Gesamteindruck??

Diese Aufstellung erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kann nur als eine Hilfestellung gelten.

Die Preise bewegen sich für erhaltenswerte Fahrzeuge im verkehrssicheren Zustand, TÜV frei, etwa zwischen 2000 und 3000 Euro. Für Spitzenfahrzeuge werden in der Regel bis maximal 6.000 Euro erzielt. Darüber hinaus gibt es keinen Markt mehr.

Häufig werden mit dem Fahrzeug technische Unterlagen und Ersatzteile im größeren Umfang angeboten. Technische Unterlagen sollten Sie erwerben, wenn es sich um Originale handelt. Empfehlenswert sind Bedienungsanleitung, Werkstatthandbuch klein und groß sowie der Ersatzteilkatalog. Für gute Exemplare zahlt man komplett rund 120 Euro. Kopien werden wesentlich preiswerter gehandelt; seitdem unsere CD`s mit diesen Informationen auf dem Markt sind, purzeln die Preise für Literatur dramatisch.

Bei Ersatzteilen muss man skeptisch sein. Bei manchen Ausbauteilen besteht ein Überangebot, so dass es sich nicht lohnt, derartige Teile zu lagern, wie zum Beispiel Lichtmaschinen, Türen, Motorhauben, Abdeckblechen, Türrahmen, Felgen, Kühler, abgefahrene Reifen usw. Wie eingangs erwähnt, sind Verdecke, Kühlergrille, Radkappen, überholte Getriebe oder Differentiale rar geworden.

Viel Spaß bei Ihren ersten MUNGA - Schritten und

Augen auf beim Autokauf.

Sicherlich erhaltenswerte Fahrzeuge finden Sie auch über die MIG Info oder auf unserer Anzeigenseite!

Nachfolgend noch einmal alle 3 Karosserievarianten. Hierbei handelt es sich um Top-Fahrzeuge.


Als Beispiel für völlig verbastelte und eigentlich wertlose Fahrzeuge sollen die nachfolgenden Bilder den Interessierten "abschrecken":

Copyright © 2000 MUNGA IG. Alle Rechte vorbehalten. Geändert am: 15.1.2005