Anhängekupplung      Systeme      Anhängelasten

1. Allgemeines

2. Befestigungsmöglichkeiten

          a. Munga 4 Bundeswehrausführung

          b. Munga 4 Zivil-, BGS-, Katastrophenschutzausführung

          c. Munga 8

          d. Munga 6

3. Kupplungssysteme

           a. Ringfeder Typ RU Größe KOD für Nato-Zugöse

           b. Kupplungskugel mit Halterung ( KmH )

           c. Rockinger Typ 243 für Zugöse 40 mm nach DIN 74054

           d. Kugelkopf und Zugöse

               -großer Befestigungsflansch

               -MFK Schnellwechselsystem

4. Abnahme und Eintrag im Kfz-Brief/Schein

5. Anhängelasten

            a. Munga 4

            b. Munga 6

            c. Munga 8

            d. Erhöhung der gebremsten Anhängelast

zu Punkt 1.) Allgemeines

Hinter Kraftfahrzeugen dürfen unter bestimmten Voraussetzungen Anhänger mitgeführt werden.

§ 43 Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) enthält nähere Aussagen "über die Einrichtung zur Verbindung von Fahrzeugen".

Diese Einrichtungen müssen so ausgebildet und befestigt sein, dass die nach dem Stand der Technik erreichbare Sicherheit , auch bei der Bedienung, gewährleistet ist. Anhängekupplungen müssen selbsttätig wirken. Nicht selbsttätige Kupplungen sind jedoch unter anderem am PKW sowie zur Verbindung von Kraftfahrzeugen mit einachsigen Anhängern mit einer Achslast von nicht mehr als 3 Tonnen zulässig. Zur Verbindung von Zugfahrzeug und Anhänger ist also eine (Bauartgenehmigte) Anhängekupplung erforderlich !


Zu Punkt 2.) Befestigungsmöglichkeiten

Munga 4 BW-Ausführung

An der hinteren Quertraverse befindet sich zur Aufnahme einer Hängerkupplung das genormte Lochbild von 56 x 83 mm.





Munga 4 Zivil-, BGS- Katastrophenschutzausführung

Je nach Ausstattung hat dieser Typ am hinteren Querträger kein Lochbild oder das genormte Lochbild ist nicht in der Fahrzeugmitte. Häufig sind diese Fahrzeuge mit einer Abdeckung des hinteren Querträgers ausgerüstet worden (Querträgerblende Teilenummer: 3035 130 09 0O 000). Diese Blende wird; mit Inbusschrauben an der Quertraverse befestigt und nimmt gleichzeitig Anbauteile auf, so z.B. die Ersatzradstütze und eine Aufnahme für den großen Antennenmast (KMD 6). In der Regel wurde bei diesen Fahrzeugen serienmäßig eine Zugmaulkupplung montiert.

Zur Aufnahme einer anderen Anhängekupplung (z.B. Kugelkopf) müssen andere Anschraubplatten verwendet werden, so das dann wieder das genormte Lochbild mittig vorhanden ist! Diese Anschraubplatten sind jedoch nach unserer Kenntnis heute nicht mehr erhältlich, so das man sich insoweit beim Wechseln der Kupplungssysteme anderweitig helfen muß!

Man könnte z.B. eine geeignete Platte nach Originalangaben fertigen oder aber mittig im hinteren Querträger das genormte Lochbild herstellen. Man könnte (darf man?) den Querträger an entsprechender Stelle durchbohren und zur Aufnahme der Befestigungsschrauben Hülsen in den Rahmen einschweißen.


Munga 8

Da die Karosserie am hinteren Querträger erheblich übersteht, ist zur Aufnahme einer Anhängekupplung eine "Verlängerung" erforderlich. Unter der Teilenummer 3039 130 83 00 000 ist ein Zugrohr mit einer Länge von 290 mm angeboten worden. Dieses wird an dem hinteren Querträger mit Schrauben M 10 x 70mm (Zivil M12x1,5x70mm) sowie zusätzlich mit zwei Zugstreben (Spannschloß - Teilenummer 3039 130 80 00 000) am Rahmen mit Schrauben M 14x1,5x90mm befestigt. Der Anhängebock besteht, wie bereits erwähnt, aus einem Rohr, an dessen beiden Enden je ein Aufnahmeflansch bzw. Verbindungsflansch angeschweißt ist. Ein Verbindungsflansch dient zur Befestigung des Anhängebockes am Fahrzeugrahmen, der Endflansch zum Anbau einer Anhängekupplung mit dem genormten Lochbild von 56 x 83 mm.


Das Verlängerungsrohr hat auf der linken Seite ein Fabrikschild mit der Aufschrift :

Anhängebock

Auto Union GmbH Ingolstadt

Prüfzeichen M 3530                    *

Typ 3039-12                              *

zul-Gesamtgewicht des Kraftfahrzeuges    2000 kg

zul-Gesamtgewicht des Anhängers            1000 kg

zul.Stützlast am Kuppelpunkt                        60 kg

* oder Typ 3039-08 mit dem Prüfzeichen M 3529 bei der Zivilausführung

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